Analogien: Norden, Winter, Mitternacht

Niemals berührt der Lauf der Sonne den Norden, und so wohnt hier die Nacht, die Kälte und der Winter.
Hier ist das Reich der Dunkelheit, des Nicht-Erkennbaren, des Unsichtbaren,
in das vorzudringen dem gewöhnlichen Sterblichen versagt ist.
Hier enden die gewöhnlichen Gesetze von Zeit und Raum,
hier ist Vergangenes und Zukünftiges gleichermaßen anwesend.

Der große Magier

Dieser Kreuzungspunkt von Zeit und Ewigkeit, von Welt und Überwelt ist der Ort des Magiers. Er ist es, den die Ohnmacht der Ich-Kraft in die Demut der anderen, großen Kraft geführt hat und der sagen kann: „Ich bin sie selbst“.

Die Macht des Magiers liegt in seiner Hingabe an das Nicht-Erkennbare, an die nicht unterscheidende Leere. Er wirkt, indem er ist. Er ist der Meister des Nicht-Tuns, in seiner Mitte zentriert und im Herzen weit.

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“

Albert Einstein

Der falsche Magier

Menschen sehnen sich nach Höherem und Tieferem, nach Zauber und okkulter Macht, nach Vampiren und schwarzen Messen und der falsche Magier weiß diese Sehnsucht zu nutzen, er fasziniert, er manipuliert, er hypnotisiert, er verführt – kurz, er übt Zauber aus und schlägt Menschen in seinen Bann. Macht ist sein Lebenssaft und dieser Saft macht Durst.

Der schlafende Magier

Die Ur-Wunde des Menschseins ist der Sturz aus der Ewigkeit in die Zeit – und die Ewigkeit pulst noch in dieser Wunde. Männer sind oft stolz, diesen Schmerz überwunden zu haben durch Selbstoptimierung, strikte Rationalität und Leugnung alles Überweltlichen. Die magische Dimension des eigenen Lebens wird stolz verdrängt.