„Räume
öffnen
für
essentielle
Begegnung“

Jetzt Ich sitze an meinem Schreibtisch und arbeite an dieser Webseite. Auf das Dachfenster schlägt der Regen, es ist November. Wenn ich meinen Blick vom Bildschirm wende und aus dem Fenster schaue, sehe ich hinauf ins Tal, sehe die neblige Wald- und Wiesenlandschaft, es dämmert.  

Ich wohne hier in einem Schwarzwaldtal bei Simonswald in einer Art Maisonettewohnung, die ich liebe. Viel Stille gibt es hier und als alter Waldgänger genieße ich die Nähe der Natur.

Meine "Brotarbeit" — IT- und Web-Projekte — mache ich von hier aus, es bleibt viel Zeit für mich, ich genieße das.

Und in diesen Tagen texte und gestalte ich wieder einmal meine Webseite für die Männerarbeit neu, erstmals responsiv in Wordpress. Wieder ein Herausschälen und Auskristallisieren von all dem, worum es mir in dieser Arbeit geht, Worte finden, die dem Nicht-Erkennbaren gerecht bleiben und dennoch klar sind.  

Ich mag diese Herausforderung und weiß auch: Je besser mir dies gelingt, desto kraftvoller und stimmiger wird die Runde der angesprochenen Männer sein,  die diese Webseite zusammenbringt.

Die essentielle Frage "Worum geht es", diese Frage, die unseren Weg und unsere Entwicklung als Mensch betrifft, hat mich immer begleitet und steht für mich im Mittelpunkt der Gruppenprozesse.

Und im Laufe meiner Arbeit erfahre ich: Wo immer Menschen im Namen solcher Fragen und Prozesse zusammenkommen, geschieht Entwicklung, Vertiefung, Heilung, weitgehend unabhängig von Methoden und Techniken.
Räume öffnen Ich erfahre, dass es nicht der Verstand ist, der die Antworten findet.  Dem Verstand entgleitet jede Antwort auf solche Fragen wie ein glitschiger Fisch. Es ist das Sein selbst, das uns Antwort gibt in jedem Augenblick und der Ort, an dem wir dieser Antwort bewußt lauschen können, ist der rituelle Raum.

Rituelle Räume sind gekennzeichnet durch Struktur, Achtsamkeit und Anerkennen des Nicht-Erkennbaren. Im rituellen Raum geschieht Stille und essentielle Begegnung. Eine kraftvolle Balance von Handeln und Hingabe.

In meiner Arbeit mit Gruppen geht es darum, miteinander diesen Raum zu öffnen und in essentiellen Begegnungen sich mit den lebenswichtigen Fragen zu befassen.
Wohin Wohin geht der Weg? Wozu Männerarbeit? Was ist ein richtiger Mann? Was ist Freiheit? Emanzipation? Verantwortung? Wie kann ein Mann lieben, ohne sich zu verlieren? Wie leben Männer authentisch und integer ihre sexuelle Leidenschaft? Gibt es eine männliche Spiritualität, eine männliche Art, vom "überweltlichen Sein" zu zeugen?


Rütte, Dürckheim, Hippius Direkt nach dem Abitur eine einjährige Ausbildung bei Karlfried Graf Dürckheim und Maria Hippius in der existential­psychologischen Bildungs- und Begegnungs­stätte Todtmoos-Rütte (personale Leibtherapie, Jungsche Psychologie, Zen).

In den Jahren danach Weiterbildung im engen Kontakt mit Dürckheim und Hippius, 1980/81 therapeutischer Mitarbeiter.
Heilpraktiker 70er Jahre: 3 Jahre Heilpraktiker-Fachschule, Assistenz bei Münchener Heilpraktikerin, dann eigene Praxis für körperorientierte Psychotherapie, Gruppenarbeit
Weiter­bildungen NLP-Ausbildung, Postural Integration, Landmark Education, Avatar Masterkurs, Bernstein Camp, SAT I-V
Erfahrungen Zen Sesshins, Enlightenment Intensivs, Retreats, Bioenergetik-Gruppen, Gestalttherapie,  schamanische Reisen, schamanische Medizinarbeit, tantrische Experimente,  Quadrinity Prozess, Initiation im New Warrior Training Adventure, Universal Experience u. a.
Kongress­management Konzeption und Durchführung von internationalen Kongressen zu Themen der humanistischen Psychologie, Tod und Geburt, Liebe und Sexualität u. a.
Seminar­arbeit 90er Jahre: Entwicklung und Leitung des mehrtägigen Intensivseminars "One-Prozess" zum Thema Sexualität, Beziehung und Spiritualität. Leitung zahlreicher weiterer Seminare zu weiteren Themen.

Seit 2005 empowerman-Männergruppen, Mann-Frau-Gruppe
Welche Geschichten ich mir so über mein Leben erzähle:
Auch mich hat der Weg der Mensch- und Mannwerdung durch Höhen und Tiefen geführt, durch Erfolge und Pleiten, Erleuchtungen und Verdunkelungen, Depressionen und Glückseligkeiten, Zeiten des Zorns und Zeiten der Liebe.

Geboren 1950, Berlin
Neugier
Bewußtsein
Geist
Ich war immer neugierig, wie all das, was ist, funktioniert, und was mich schon in der Schulzeit besonders faszinierte, war die menschliche Psyche und das Phänomen "Bewußtsein". Zunächst verschlang ich die Schriften von Sigmund Freud und Wilhelm Reich und stieß dann auf C.G. Jung, wo ich so etwas fand wie Tiefe und geistige Heimat.
Erweiterung Diese 68er waren Áufbruch und Aufbrechen. Auf vielen Feldern brachen verkrustete Strukturen auf. Auch in mir brach sich das Neue Bahn, die Pforten der Wahrnehmung taten sich auf und weckten meine Neugier wie nie zuvor. Auf einsamen Abenteuerreisen erforschte ich in den Wäldern der Umgebung die mystischen Tiefen des Bewußtseins. Ich war ein Waldgänger in dieser Zeit.

Nach dem Abitur fand ich in "Rütte", der "existential­psychologischen Bildungs- und Begegnungs­stätte", für lange Zeit meine geistige Heimat, fand Menschen, mit denen ich einen Teil meiner Erfahrungen teilen und umsetzen konnte.

In Rütte konnte ich mein Interesse für die Jung'sche Psychologie vertiefen, lernte bei Maria Hippius die Psychologie der initiatischen Bewußt­seins­arbeit und bei Graf Dürckheim die Anfänge des Zen und der Personalen Leibtherapie (und war später unter seiner Supervision eine Zeit lang therapeutischer Mitarbeiter).
Das New Age In den Jahren darauf (80er) gründete ich zusammen mit Freunden in Freiburg das "Forum International". Wir luden alles, was in der "Neuen Zeit" Rang und Namen aus den USA nach Deutschland ein, zu Seminaren und Kongressen. Wir sahen uns als Pioniere des "New Age" und wollten nichts weniger als am Entstehen eines neuen Bewußtseins mitwirken. Es war das kürzeste New Age aller Zeiten. Es ging unter mit wehenden Regenbogen-Fahnen in einer Flut von psychospiritueller Inflation, hohler Esoterik, spiritistischem Okkultismus  und hysterischem Verschwörungsirrsinn.
Die Jahre danach Ich kehrte dem New Age den Rücken. Ich gründete eine Werbeagentur, arbeitete als Taxifahrer und Therapeut, baute historische Musikinstrumente - aber meine Neugier blieb. Ich ließ nichts aus. Ich nahm teil an Zen Sesshins, Enlightenment Intensivs, Retreats, Bioenergetik-Gruppen, Gestalt­therapie, schama­nische Reisen, Ayahuasca Ritual und natürlich tantrischen Experimenten, lernte innovative Therapien kennen wie den Quadrinity Prozess, Rolfing, NLP-Ausbildungen, Landmark Education, Avatar Masterkurs, Bernstein Camp, SAT I-V, Initiation im New Warrior Training Adventure, Universal Experience (A. Lowen) u.a.
ONE-Prozess Bereits in den 90er Jahren konzipierte ich als Extrakt meiner Erfahrungen den "ONE-Prozess", einen mehrtägigen Gruppenprozess, der vor allem mit Dyaden arbeitete und in dem es darum ging, eine Tiefendimension der Wahrnehmung zu trainieren, der Wahrnehmung des Du, des Ich und des Seins. Viele Teilnehmer erreichten diese Tiefen, beglückt, erfüllt, verwandelt - und vielen war es nicht möglich, diese glückstrunkene Lebensweise in den Alltag zu integrieren.
Männerarbeit 2005 begann ich mit der Männerarbeit. Ich wußte nun, dass es die unspektakuläre organische und kontinuierliche Arbeit ist, die im Alltag Früchte trägt und dass eine erfolgreiche Gruppenarbeit regelmäßig stattfinden muss, wöchentlich - und über einen langen Zeitraum.

Eine der Wurzeln meiner Männerarbeit liegt in den "Events" von Purna Steinitz. 2005 lernte ich in seinem "Camp Fire" und "Mens Room" erstmals in Augenblicken das wohltuende Energiefeld des "unter Männern Seins" kennen. Es war mir neu.

Die Arbeit in den "Events" war hart und konfrontierend, ohne Rücksicht auf Ressourcen und alte Traumata.

Die empowerman-Männergruppen fanden anfangs auch in diesem Encounter-Stil statt. Ich änderte diesen Stil allerdings bald von Grund auf. Mir ist eine respektvolle, anerkennende und ressourcenorientierte Atmosphäre wichtig. Mein Anliegen ist es, die Tiefendimension der "Seele" zu ergründen und zu öffnen auf eine Weise, die im Alltag, in Famile und Beziehung, in Arbeit und im Umgang mit sich selbst Früchte trägt.

Dies gelingt immer wieder, und immer wieder weiß ich um die Gnade und bin dankbar: Zu sehen, wie - "lege artis" - Männer in ihre Kraft kommen und ihren Weg gehen und wie uns im Ritual unseres Kreises eine essentielle Anwesenheit begleitet.