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empowerman
 
Schatten und Scham
Scham ist das Gefühl, das wir am stärksten vermeiden, und wir vermeiden es, indem wir es auf andere projizieren. Es gibt nur einen Ort, an dem wir dieses Böse erlösen können: In uns selbst. Und dazu müssen wir wagen, es in uns selbst kennenzulernen.

Denn das ganze Geschreie beim Kampf gegen den Teufel da draußen dient einzig dazu, nicht zu bemerken, dass wir vor einem Spiegel stehen.

 
"Die dunkle männliche Energie des 'Kriegers', der dem Tod begegnet und, wenn nötig, morden kann, ist ein wichtiger Teil von Dir. ... Aber die dunkle maskuline Energie wird in der heutigen Zeit so sorgfältig unterdrückt, dass der Durchschnittsmann sein gelangweiltes Gesicht lieber hinter einem coolen Lächeln verbirgt, als sein wohlgeplantes, bequemes und sicheres Leben zu unterbrechen, um seine eigene Todesangst zu durchdringen."              (David Deida
Der Weg des wahren Mannes
)
 
Wo ein Mann an solchen Punkten in seine Tiefen taucht, ist es gut, andere Männer um sich zu haben, denen vertraut werden kann und die selbst dort, wo es um Tabus geht, nicht zurückschrecken und das Kruzifix ihrer Ideologie erheben, sondern empathisch und solidarisch bereit sind, diesen verpönten Teil auch in sich selbst vorzufinden, bewußt zu machen und zu erlösen.

C. G. Jung:
D
er Schatten ist ein Engpass, ein schmales Tor, dessen peinliche Enge keinem erspart bleibt, welcher in den tiefen Brunnen hinuntersteigt. Man muss sich aber selber kennenlernen, damit man weiß, wer man ist. Denn das, was nach dem Tore kommt, ist unerwarteterweise eine grenzenlose Weite voll unerhörter Unbestimmtheit, anscheinend kein Innen und kein Außen, kein Oben und kein Unten, kein Hier und Dort, kein Mein und Dein, kein Gutes und kein Böses.

 
 
 
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